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1.2.4 Hat Gott einen Körper?

Hat Gott einen Körper?

Da Gott ein unsichtbarer und allgegenwärtiger Geist ist, hat er sicherlich keinen Körper, wie es Menschen verstehen. Er nahm aber im Alten Testament verschiedene Formen und zeitlich begrenzte Offenbarungen an, damit er für die Menschen sichtbar wurde.

Bis zur Geburt JESU Christi sind keine dauerhaften körperlichen Offenbarungen Gottes in der Bibel erkennbar. Gott hatte in Christus einen menschlichen Körper angenommen. Zur Zeit ist dieser Körper verherrlicht und unsterblich.

Anthropomorphismen

Hinweise auf Augen, Hände, Arme, Füße, Herz, und andere Körperteile Gottes, die nicht zu den zeitlich begrenzten Manifestationen Gottes und zur neutestamentlichen Offenbarung von Gott in Christus gehören, stellen Beispiele für die bildliche Sprache oder Anthropomorphismen (Erklärungen des Übernatürlichen in menschlichen Ausdrücken, damit es die Menschen verstehen können) dar. Die Bibel beschreibt den unbegrenzten Gott mit begrenzten menschlichen Ausdrücken, damit die Menschen ihn besser begreifen können.

Zum Beispiel umfasst das Herz Gottes seine Intelligenz und Gefühle, nicht aber ein blutpumpendes Organ (da reute es ihn, daß er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen, 1.Mose 6,6; Und der Herr roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. 1.Mose 8,21).

Wenn Gott sagt, dass der Himmel sein Thron ist und die Erde sein Schemel, so beschreibt er damit seine Allgegenwart und nicht ein buchstäbliches Paar Füße, das auf den Globus gelegt ist (So spricht der Herr: Der Himmel ist mein Stuhl und die Erde meine Fußbank; was ist’s denn für ein Haus, daß ihr mir bauen wollt, oder welches ist die Stätte, da ich ruhen soll? Jesaja 66,1).

Sagt er, dass seine rechte Hand den Himmel ausgespannt hat, dann deutet er damit auf seine große Kraft hin und nicht auf eine riesige Hand mit der er die Atmosphäre ausgebreitet hat (Meine Hand hat den Erdboden gegründet, und meine Rechte hat den Himmel ausgespannt; was ich rufe, das steht alles da. Jesaja 48,13).

„Die Augen des Herrn sind an allen Orten“, drückt nicht aus, dass Gott an jeder Örtlichkeit physische Augen besitzt, sondern damit wird seine Allgegenwart und Allwissenheit beschrieben (Die Augen des Herrn schauen an allen Orten beide, die Bösen und die Frommen. Sprüche 15,3).

Als JESUS durch den Finger Gottes Teufel ausgetrieben hat, zog er nicht einen gigantischen Finger vom Himmel herab, sondern übte die Macht Gottes aus. (So ich aber durch Gottes Finger die Teufel austreibe, so kommt ja das Reich Gottes zu euch. Lukas 11,20).

Der Windstoß aus Gottes Nasenflügel, war keine buchstäblich gemeinte Luftbewegung, die aus einer riesigen himmlischen Nase ausströmte, sondern ein starker Ostwind, den Gott sandte, um das Rote Meer zu teilen (Durch dein Blasen taten sich die Wasser empor, und die Fluten standen in Haufen; die Tiefe wallte voneinander mitten im Meer. 2.Mose 15,8; Da nun Mose seine Hand reckte über das Meer, ließ es der Herr hinwegfahren durch einen starken Ostwind die ganze Nacht und machte das Meer trocken; und die Wasser teilten sich voneinander. 2.Mose 14,21).

Tatsächlich würde die wortwörtliche Interpretation von allen Visionen und körperlichen Beschreibungen Gottes zum Glauben an einen Gott mit Flügeln leiten (Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und deine Zuversicht wird sein unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, Psalm 91,4). Es erscheint aber glaubwürdig, dass Gott, weil er ein Geist ist, solange keinen Körper hatte bis er sich selbst in einer körperlichen Form offenbarte. Dies geschah in der Person JESU Christi.

Hat Gott einen geistlichen Körper?

Manche Leute behaupten, dass Gott im Alten Testament einen geistlichen Körper besaß, der für andere geisterhafte Wesen (Engeln) sichtbar war. Die Grundlage für diese Hypothese ist die Annahme, dass der menschliche Geist für andere Geister sichtbar sei, weil die Engeln und Satan im Alten Testament eine sichtbare Offenbarung Gottes sehen konnten (Er sprach: Darum höre nun das Wort des Herrn! Ich sah den Herrn sitzen auf seinem Stuhl und alles himmlische Heer neben ihm stehen zu seiner Rechten und Linken. 20 Und der Herr sprach: Wer will Ahab überreden, daß er hinaufziehe und falle zu Ramoth in Gilead? Und einer sagte dies, und der andere das. 21 Da ging ein Geist heraus und trat vor den Herrn und sprach: Ich will ihn überreden. Der Herr sprach zu ihm: Womit? 1.Könige 22,19-22; Es begab sich aber auf einen Tag, da die Kinder Gottes kamen und vor den Herrn traten, kam der Satan auch unter ihnen. Hiob 1,6).

Weil Gott sich zu jeder Zeit den anderen geisterhaften Wesen offenbaren kann gleichwie er sich den Menschen offenbarte, braucht er keinen geistlichen Körper. Die Unsichtbarkeit Gottes für andere Geister, bleibt solange bestehen bis er sich ihnen selbst offenbart und wird im folgenden Schlüsselvers ausgedrückt: „Gott ist offenbart im Fleisch … gesehen von den Engeln“ (1.Timotheus 3,16). Sollte Gott einen geisterhaften Körper wie andere Geister haben, so ist er bestimmt nicht darauf beschränkt, da er ansonsten nicht allgegenwärtig wäre. Durch seine Allgegenwart kann Gott gleichzeitig den Menschen auf der Erde und den Engeln im Himmel erscheinen.

Gott in einem menschlichen Körper

Gott offenbarte sich zur Zeit des Neuen Testaments vollständig in JESUS Christus. (Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, Kolosser 2,9). Wie es keine Möglichkeit gibt, Gott von JESUS zu trennen, so ist auch Gott außerhalb von JESUS Christus nicht sichtbar.

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